• 28. September 2021 15:13

Mehrere Verletzte nach Auffahrunfall in Baustelle

Jul 27, 2021
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Am Dienstagvormittag ereignete sich im Baustellenbereich der Bundesautobahn 9, zwischen den Anschlussstellen Klein Marzehns und Niemegk ein Auffahrunfall, in Folge dessen mehrere Personen teils schwer verletzt wurden und es zusätzlich zu teils erheblichen Verkehrsraumbeeinträchtigungen kam. Nach bisherigen Erkenntnissen hatte ein 84-jähriger Honda-Fahrer sein Fahrzeug zuvor im Baustellenbereich, wohl ohne erkennbaren Grund so stark abgebremst, dass der Notbremsassistent eines hinter ihm fahrenden IVECO Lkw auslöste und so stark verzögerte, dass der Fahrer eines dahinterfahrenden Skoda (44) nicht mehr rechtzeitig reagieren konnte und auf den Lkw auffuhr. Auch der Lkw schaffte es nicht mehr die Kollision mit dem Honda zu verhindern und prallte ihm ins Heck. Dadurch wurden sowohl die beiden Senioren (84 und 75 Jahre) im Honda, als auch der 45-jährige Skoda-Fahrer nebst seiner Tochter (16) teils schwer, aber wohl nicht lebensbedrohlich verletzt. Eine Minderjährige Mitfahrerin im Lkw wurde leichtverletzt. Alle fünf Verletzten wurden kurz darauf von Rettungskräften betreut und später in Krankenhäuser nach Dessau und Bad Belzig gebracht. Ein Rettungshubschrauber kam ebenfalls zur Unfallstelle. Der 44-jährige Lkw-Fahrer bliebt weitestgehend unverletzt und konnte bereits an der Unfallstelle von Rettungskräften wieder entlassen werden.

Durch die Kollision kam es auch zu einer Verschiebung der Baustellenabgrenzung zwischen beiden Fahrtrichtungen, so dass der Verkehr in beide Richtungen voll gesperrt werden musste. Dadurch war es auch für die Einsatzkräfte schwierig an die Unfallstelle zu gelangen. Weil auf den verengten Straßenabschnitten im Baustellenbereich keine Rettungsgasse gebildet werden konnte, steckten sogar einige Einsatzfahrzeuge im Stau fest. Andere konnten schließlich nur über die gesperrte Anschlussstelle Niemegk durch den im Bau befindlichen Streckenabschnitt an die Unfallstelle heranfahren. Gegen 11:30 Uhr konnten erst die Fahrspuren in Richtung Leipzig, eine halbe Stunde später eine Fahrspur in Richtung Berlin wieder freigegeben werden. Zuvor wurden die Fahrzeuge an den Anschlussstellen Brück und Klein Marzehns abgeleitet. Die Höhe des Sachschadens wurde auf über 30.000 Euro geschätzt.