• 8. Dezember 2021 11:13

Horrorszenario auf der A12: 40 Tonner kracht in LKW und geht anschließend in Flammen auf – Eine Person verbrennt im Führerhaus – Autobahn komplett unter Schaum

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Am Mittwochabend kam es auf der A12 in Fahrtrichtung Berlin kurz vor der Ausfahrt Briesen zu einem grausamen Lkw Unfall. Der Feuerwehr wurden durch mehrere Augenzeugen gemeldet, dass ein Lkw auf einen anderen Lkw ungebremst auffuhr. Kurz nach dem Aufprall geriet der 40 Tonner in Brand. Die ersten Rettungskräfte kämpften sich den Weg zum Einsatzort durch eine nicht vorhandene Rettungsgasse frei, woraufhin sich der Weg zum Einsatzort massiv verzögerte.

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Die Einsatzleitung bei der Besprechung. ©Christian Guttmann

Als die Einsatzkräfte kurz daraufhin am Einsatzort eintrafen, stand der mit ca. 10t beladene Holz-Lkw bereits im Vollbrand. Schnell wurde klar, dass sich in dem völlig zerstörten Wrack des Lkws noch eine Person befand.

Mehrere Ersthelfer hatten noch versucht den Fahrer zu befreien, jedoch ohne erfolgt, die Hitze Strahlung war zu enorm. Den Feuerwehrleuten war schnell klar, dass diese Person leider nicht mehr zu retten war, der Fahrer verbrannte bis zur Unkenntlichkeit, und konnte nur noch tot aus seinem Führerhaus geborgen werden.

Der Einsatzleiter Christian Marschallek schilderte uns gegenüber, dass dies kein alltäglicher Einsatz für sie ist, auf der A12 passieren viele Lkw Unfälle, jedoch kommen solch schwere Lkw-Unfälle selten vor. Auf unsere Frage hin, wie die Einsatzkräfte mit dieser Situation umgehen antwortete Christian Marschallek „Die Feuerwehr ist eine Familie, da muss der eine auf den anderen achten, so wird es im Anschluss noch Gespräche geben“.

Die Löscharbeiten auf der A12 gestalten sich schwierig, da auf der Autobahn kein Hydrant oder Ähnliches zur Verfügung stand, mussten sie bis zur nächsten Ortschaft fahren und von dort aus das Wasser holen. Zur Spitzenzeit des Einsatzes berichtet uns der Einsatzleiter waren insgesamt 75 Einsatzkräfte im Einsatz.

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Erschöpfte Einsatzkräfte waren bis zur Hüfte im Schaum. ©Christian Guttmann

Um das Feuer gezielt bekämpfen zu können, hatte die Feuerwehr Löschschaum eingesetzt, um letzte Glutnester ausfindig zu machen und gezielt bekämpfen zu können. Der Einsatzleiter der Feuerwehr berichtete uns gegenüber, dass der Einsatz voraussichtlich bis in den morgigen Vormittag andauern wird.

Das technische Hilfswerk kam zum Einsatz, um die Ladung des Lkws in einem angrenzenden Graben zu bergen. Das ist kein alltäglicher Einsatz für das THW.

Ein Sprecher des THW sagte uns gegenüber, dass sie so was auch selten erleben muss.


Der Leichnam wurde durch die Staatsanwaltschaft beschlagnahmt, um die Identität der Person zweifelsfrei feststellen zu können.

Von Christian Guttmann