Dachstuhlbrand in Zehdenick Wohnhaus eines Feuerwehrkameraden zerstört
© Quelle: P. Neumann

Zehdenick. Am Samstagabend, dem 24.01.2026, wurde die Feuerwehr Zehdenick gegen 16:50 Uhr zu einem Gebäudebrand im Bereich Stiller Winkel alarmiert. Bereits auf der Anfahrt war für die Einsatzkräfte erkennbar, dass es sich um ein größeres Schadensereignis handelt: Aus dem Dachbereich des Gebäudes schlugen bereits deutlich sichtbar Flammen.

Bei Eintreffen an der Einsatzstelle bestätigte sich die Lage. „Wir haben festgestellt, dass es sich um einen Vollbrand im Dachgeschoss handelt“, erklärte Einsatzleiter Lars Hermann. Glücklicherweise befanden sich zu diesem Zeitpunkt keine Personen mehr im Gebäude. Alle Bewohner hatten das Haus rechtzeitig verlassen, sodass keine Menschen zu Schaden kamen.

Unverzüglich leitete die Feuerwehr die Brandbekämpfung ein. Dabei wurde sowohl ein Innen- als auch ein Außenangriff durchgeführt. Ein Trupp unter schwerem Atemschutz ging mit einem C-Rohr im Innenangriff vor, parallel unterstützte ein weiterer Trupp über die Drehleiter den Löscheinsatz von außen. Ziel war es, den Brand möglichst schnell unter Kontrolle zu bringen und eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Dennoch war der Dachstuhl des Gebäudes nicht mehr zu retten.

Besondere Herausforderungen ergaben sich vor allem durch die äußeren Umstände an der Einsatzstelle. Die enge, nur einspurig befahrbare Zufahrtsstraße erschwerte die Anfahrt der Einsatzfahrzeuge erheblich. Hinzu kam die winterliche Witterung: Das bei der Brandbekämpfung eingesetzte Löschwasser gefror auf den Verkehrsflächen schnell, sodass zusätzliche Maßnahmen zur Vermeidung von Glätte erforderlich wurden. Probleme mit der eigentlichen Wasserversorgung bestanden hingegen nicht.

Eine besonders tragische Komponente hatte der Einsatz für die Kameraden der Feuerwehr: Das betroffene Gebäude gehört einem Feuerwehrangehörigen selbst. Um den Betroffenen nicht allein zu lassen, wurde dieser während des gesamten Einsatzes durch Kameraden betreut und hatte jederzeit einen festen Ansprechpartner an seiner Seite.

Um die Einsatzfähigkeit dauerhaft sicherzustellen, wurden zwei weitere Ortsfeuerwehren nachalarmiert. Hintergrund war der hohe Bedarf an Atemschutzgeräteträgern sowie die zunächst nicht absehbare Dauer des Einsatzes. Zudem wurde die Schnelleinsatzgruppe (SEG) des Katastrophenschutzes hinzugezogen, um den regulären Rettungsdienst zu entlasten. So konnte der reguläre Rettungswagen wieder für Einsätze im Stadtgebiet freigemacht werden, während die medizinische Absicherung der Feuerwehrkräfte vor Ort übernommen wurde.

Nach Abschluss der Löscharbeiten führten die Einsatzkräfte umfangreiche Nachkontrollen durch. Mit Wärmebildkameras wurde das gesamte Gebäude – insbesondere der Dachbereich – auf mögliche Glutnester überprüft. Diese wurden bei Bedarf gezielt abgelöscht, um ein Wiederaufflammen des Feuers auszuschließen. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur genauen Brandursache aufgenommen. Erst nach vollständiger Kontrolle konnte das Gebäude schließlich gesichert übergeben werden.