Ein Großaufgebot der Feuerwehr rückte am Freitagabend in den Meilerweg aus. Besonders brisant: Die Alarmierung erreichte die Einsatzkräfte mitten während ihrer Jahreshauptversammlung im Rathaus.
Wittstock/Dosse – Dramatische Szenen am frühen Freitagabend: Gegen 18:45 Uhr wurden die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Wittstock zu einem gemeldeten Gebäudebrand alarmiert. Die Situation war für die Kameradinnen und Kameraden an diesem Abend außergewöhnlich: Zum Zeitpunkt des Alarms befand sich die Wehr gerade im Wittstocker Rathaus, um ihre diesjährige Jahreshauptversammlung abzuhalten. Statt Berichten und Ehrungen hieß es plötzlich „Einsatz!“, und die Kräfte eilten direkt von der Versammlung zum Meilerweg.
Menschenrettung hatte oberste Priorität
Schon bei der Anfahrt war die brenzlige Lage erkennbar – dichter Qualm hüllte das betroffene Objekt ein. Beim Eintreffen der ersten Retter stand der Vorbau des Gebäudes bereits in Flammen. Da zu diesem Zeitpunkt völlig unklar war, ob sich noch Bewohner in dem verrauchten Haus aufhielten, zögerten die Einsatzkräfte keine Sekunde.
Die Einsatzleitung bildete sofort zwei Trupps unter schwerem Atemschutz. Während ein Team mit der direkten Brandbekämpfung begann, konzentrierte sich der zweite Trupp ausschließlich auf die Personensuche. „Die Menschenrettung hatte für uns oberste Priorität“, hieß es vonseiten der Einsatzleitung vor Ort.
Gebäude glücklicherweise leerstehend
Sorgfältig wurde das gesamte Gebäude vom Keller bis zum Dachboden durchkämmt. Nach intensiver Suche konnten die Retter schließlich Entwarnung geben: Es befanden sich keine Personen im Inneren.
Durch diese Gewissheit konnte die Feuerwehr im Anschluss alle Kapazitäten auf die Brandlöschung fokussieren. Ein Übergreifen der Flammen auf das Hauptgebäude konnte durch das schnelle Eingreifen verhindert werden.
Die Bilanz des Einsatzes
Der Einsatz erforderte ein koordiniertes Zusammenspiel verschiedener Rettungskräfte:
Feuerwehr: 22 Einsatzkräfte mit insgesamt 6 Fahrzeugen (darunter auch eine Drehleiter).
Rettungsdienst: Zur Absicherung der Einsatzkräfte und etwaiger Verletzter vor Ort.
Polizei: Zur Aufnahme der Ermittlungen bezüglich der Brandursache.
Dank des schnellen Ausrückens – quasi direkt aus dem Sitzungssaal heraus – konnte Schlimmeres verhindert werden.
Zur Schadenshöhe oder der genauen Ursache des Feuers gibt es derzeit noch keine offiziellen Informationen.