Glätte sorgt für zahlreiche Unfälle auf der A10/A24 und im Landkreis Oberhavel
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Landkreis Oberhavel. Winterliche Straßenverhältnisse haben am Samstag, dem 3. Januar 2026, im Landkreis Oberhavel zu zahlreichen Verkehrsunfällen geführt. Nach Angaben der Polizei wurden im Zeitraum von 0 bis 24 Uhr insgesamt 28 Verkehrsunfälle im Zusammenhang mit Straßenglätte registriert. Besonders betroffen waren die Bundesautobahn 10 sowie die Bundesautobahn 24.

Bereits in den frühen Morgenstunden kam es auf der A10 kurz nach der Anschlussstelle Mühlenbeck in Fahrtrichtung Autobahndreieck Pankow zu einem schweren Verkehrsunfall. Ein 37-jähriger Autofahrer verlor auf winterglatter Fahrbahn aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit die Kontrolle über sein Fahrzeug und kollidierte mit der Schutzplanke. Wenige Augenblicke später ereignete sich ein Folgeunfall, als ein weiterer Pkw-Fahrer den stehenden Wagen zu spät erkannte und mit diesem zusammenstieß. Zwei Personen wurden schwer, zwei weitere leicht verletzt. Die Richtungsfahrbahn musste für die Dauer der Rettungs- und Bergungsmaßnahmen zeitweise voll gesperrt werden. Der entstandene Sachschaden beläuft sich auf rund 40.000 Euro.

Im weiteren Tagesverlauf kam es zu mehreren weiteren Unfällen auf der A10. Am Vormittag verlor eine 19-jährige Autofahrerin zwischen dem Autobahndreieck Pankow und der Anschlussstelle Mühlenbeck während eines Überholvorgangs die Kontrolle über ihren Pkw, der mehrfach mit der Schutzplanke kollidierte. Eine 20-jährige Mitfahrerin wurde leicht verletzt und zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Der Sachschaden wird auf etwa 35.000 Euro geschätzt.

Auch am Abend blieb es unfallreich. Zwischen der Anschlussstelle Oberkrämer und dem Kreuz Oranienburg kollidierten zwei Fahrzeuge auf dem linken Fahrstreifen. Beide Fahrerinnen erlitten leichte Verletzungen und wurden ambulant behandelt. Aufgrund der winterlichen Witterung sowie umfangreicher Rettungs- und Bergungsmaßnahmen kam es zu mehrstündigen Verkehrseinschränkungen. Weitere Glätteunfälle mit Sachschäden ereigneten sich sowohl auf der A10 als auch auf der A24, darunter Abkommen von der Fahrbahn und Kollisionen mit Schutzplanken.

Neben den Autobahnunfällen verzeichnete die Polizei auch zahlreiche witterungsbedingte Verkehrsunfälle im übrigen Kreisgebiet. In einem Fall stellten die Einsatzkräfte fest, dass ein Fahrzeug noch mit Sommerbereifung unterwegs war. Zudem wurden mehrfach Verstöße wegen nicht angepasster Geschwindigkeit festgestellt; entsprechende Bußgeldverfahren wurden eingeleitet. Insgesamt wurden bei vier Verkehrsunfällen Personen verletzt, darunter ein 19-jähriger Autofahrer, der sich bei einem Zusammenstoß mit einer Leitplanke schwere Verletzungen zuzog.

Die Polizei weist erneut eindringlich auf die erhöhte Unfallgefahr bei winterlichen Straßenverhältnissen hin und appelliert an alle Verkehrsteilnehmer, ihre Geschwindigkeit den Witterungsbedingungen anzupassen und nur mit geeigneter Bereifung unterwegs zu sein.