Großeinsatz im Amt Temnitz: Vermeintlicher Absturz bei Dabergotz entpuppt sich als Außenlandung
© Quelle: C. Gutt

DABERGOTZ – Ein massives Aufgebot an Rettungskräften eilte am Montagabend zu einem Feld nahe der Ortschaft Dabergotz im Amt Temnitz. Was Passanten völlig folgerichtig als vermeintlichen Absturz meldeten, entpuppte sich vor Ort als kontrollierte Außenlandung eines Segelfliegers. Ein Kommunikationsfehler des Piloten nach der Landung löste dabei den Großeinsatz aus.
Gegen 19:00 Uhr schrillten im Amt Temnitz die Funkmeldeempfänger. Aufmerksame Anwohner hatten über den Notruf gemeldet, wie ein weißes Segelflugzeug in auffällig niedriger Höhe über die Felder bei Dabergotz glitt und schließlich hinter einer Baumreihe verschwand. Da die Maschine scheinbar schnell sank, handelten die Zeugen vorbildlich und alarmierten die Rettungskräfte.

40 Einsatzkräfte rücken zum Feld bei Dabergotz aus
Aufgrund der unklaren Lage wurde sofort eine umfangreiche Rettungskette in Gang gesetzt. Insgesamt 40 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren aus dem Amt Temnitz rückten mit zehn Fahrzeugen zur gemeldeten Einsatzstelle aus, unterstützt vom Rettungsdienst und der Polizei. Vor Ort fanden die Helfer jedoch kein Trümmerfeld, sondern ein unbeschädigtes Flugzeug und einen unverletzten Piloten vor.

Nach ersten Informationen war die Ursache für die vorzeitige Landung eine Kombination aus technischem Defekt und Wetterlage. An der Maschine war der Elektromotor ausgefallen, und da zudem die nötige Thermik fehlte, um den nächsten Flugplatz im Gleitflug zu erreichen, musste der Pilot das Flugzeug auf der freien Fläche bei Dabergotz aufsetzen.

Unterlassene Kommunikation führt zu Großeinsatz
Das Problem an diesem Abend war nicht die Landung selbst – eine sogenannte „Außenlandung“ ist ein Standardverfahren im Segelflug –, sondern das Verhalten des Piloten nach dem Aufsetzen. Er hatte es versäumt, seine sichere Landung unmittelbar der Flugsicherung oder der Polizei zu melden.
„Die Anrufer haben absolut richtig gehandelt, da sie von einem Unglück ausgehen mussten“, hieß es vonseiten der Einsatzkräfte. Die Luftfahrtbehörde teilte auf Nachfrage mit, „Es liegt in der Verantwortung des Piloten, nach einer solchen Landung sofort Entwarnung zu geben, um großangelegte Suchmaßnahmen zu verhindern“

Gegen 20 Uhr Uhr konnten die Feuerwehren des Amtes Temnitz den Einsatz beenden.
Zurück blieb die Gewissheit, dass die Rettungskette im Amt Temnitz hervorragend funktioniert – auch wenn sie in diesem Fall durch eine kurze Meldung des Piloten hätte vermieden werden können.

Das Flugzeug wurde zerlegt und per Anhänger abtransportiert.


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