Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der Bundesautobahn 24 ist am Samstagabend, dem 21. Februar 2026, ein 52-jähriger Kleintransporter-Fahrer ums Leben gekommen. Zwei weitere Männer im Alter von 20 und 83 Jahren wurden leicht verletzt und in umliegende Krankenhäuser gebracht. Der Unfall ereignete sich gegen 20.18 Uhr in Fahrtrichtung Berlin, kurz vor der Abfahrt Kremmen auf Höhe des Kilometers 233.
Nach Angaben von Imre Scheuringer, Einsatzleiter der Feuerwehr, wurden die Einsatzkräfte zu einem „Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person“ alarmiert. Beim Eintreffen befanden sich die Kameraden der Feuerwehr Kremmen sowie der Rettungsdienst bereits vor Ort.
„Wir fanden eine Reanimation vor. Der Rettungsdienst hatte eine Person aus dem Fahrzeug befreit und reanimierte sie bereits auf der Fahrbahn“, schilderte Scheuringer. Feuerwehrkräfte unterstützten die Maßnahmen, die später im Rettungswagen fortgesetzt wurden. Trotz aller Bemühungen verstarb der 52-jährige Fahrer noch an der Unfallstelle.
Nach ersten Erkenntnissen war der Kleintransporter in die Leitplanke gefahren, kippte um und blieb quer über die Fahrbahn liegen. Ein nachfolgender Pkw prallte frontal in das umgestürzte Fahrzeug. Ein drittes Auto kam etwa 100 Meter hinter der eigentlichen Unfallstelle auf dem Seitenstreifen zum Stehen.
Wie Nadine Rübbelke von der Autobahnpolizei Walsleben mitteilte, waren unangepasste Geschwindigkeit und eine Fehleinschätzung der Verkehrssituation nach ersten Erkenntnissen unfallursächlich. „Der Fahrzeugführer hat die Geschwindigkeit eines herannahenden Fahrzeugs offenbar falsch eingeschätzt“, so Rübbelke.
Zum Zeitpunkt des Unfalls herrschte Regen, die Sicht war durch aufgewirbeltes Wasser zusätzlich beeinträchtigt. Ob und in welchem Umfang die Witterung eine Rolle spielte, ist Gegenstand weiterer Ermittlungen. In Absprache mit der Staatsanwaltschaft wurde ein Gutachter zur Rekonstruktion des Unfallgeschehens hinzugezogen. Die beteiligten Fahrzeuge wurden als Beweismittel sichergestellt und werden auf mögliche technische Mängel untersucht.
Für die Dauer der Rettungs-, Bergungs- und Ermittlungsarbeiten wurde die Richtungsfahrbahn Berlin voll gesperrt. Zeitweise war auch die Gegenrichtung betroffen, da Einsatzfahrzeuge auf der Fahrbahn standen. Feuerwehrkräfte leuchteten die Unfallstelle aus, während die Polizei den Verkehr absicherte.
Sowohl Feuerwehr als auch Polizei betonten die besondere psychische Belastung solcher Einsätze. „Gerade Unfälle mit getöteten Personen sind immer eine sehr belastende Situation“, sagte Rübbelke. Man suche im Anschluss gezielt das Gespräch mit den eingesetzten Kräften. Auch bei der Feuerwehr können bei Bedarf Einsatznachsorgeteams hinzugezogen werden.
Die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang dauern an. Polizei und Feuerwehr appellieren an alle Verkehrsteilnehmer, ihre Geschwindigkeit den Wetter- und Sichtverhältnissen anzupassen und ausreichend Abstand zu halten – insbesondere bei Regen, Dunkelheit und wechselnden Temperaturen.