Storbeck. Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der Landstraße 18 zwischen Storbeck und Rägelin ist am Mittwochabend ein Autofahrer ums Leben gekommen. Der Kleintransporter des Mannes war gegen einen Baum geprallt. Ein Großaufgebot an Rettungskräften kämpfte vergeblich um das Leben des Fahrers. Ein festgefahrener Schwerlasttransport erschwerte die Situation am Rande des Einsatzes zusätzlich.
Frontalzusammenstoß fordert ein Menschenleben
Das Unglück ereignete sich gegen 18:35 Uhr. Nach ersten polizeilichen Erkenntnissen befuhr der Fahrer eines Kleintransporters die L18 aus Richtung Rägelin kommend in Fahrtrichtung Storbeck. Aus bislang völlig ungeklärter Ursache geriet das Fahrzeug plötzlich nach links von der Fahrbahn ab und kollidierte frontal mit einem massiven Baum am Straßenrand.
Die Wucht des Aufpralls zerstörte die Fahrerkabine des Transporters fast vollständig, wodurch der Fahrer in dem Wrack schwer eingeklemmt wurde. Die Rettungsleitstelle löste umgehend einen Großeinsatz aus. Um keine Zeit zu verlieren, landete ein Rettungshubschrauber in dem Waldgebiet, um einen Notarzt zur Einsatzstelle zu bringen. Trotz der schnellen Befreiung aus dem Fahrzeug und sofort eingeleiteter Reanimationsmaßnahmen auf der Fahrbahn kam für den Mann jede Hilfe zu spät. Er erlag noch am Unfallort seinen schweren Verletzungen.
Verkehrschaos durch festgefahrenen Lkw
Mitten in dem ohnehin kräftezehrenden Rettungseinsatz kam es zu einer weiteren folgenschweren Verkehrsbehinderung. Ein herannahender Lkw, der mit einer schweren Forstmaschine beladen war, fuhr auf die Einsatzstelle zu. Als der Fahrer die Absperrungen bemerkte, versuchte er, sein langes Gespann an einer nahegelegenen Abzweigung zu wenden. Dabei geriet der Schwerlasttransport in den aufgeweichten Grünstreifen und fuhr sich unglücklich fest. Die Fahrbahn wurde dadurch kurz hinter der eigentlichen Unfallstelle komplett blockiert.
Spurensicherung bis tief in die Nacht
Um den genauen Unfallhergang zu rekonstruieren, forderte die Polizei den Kriminaldauerdienst sowie einen Sachverständigen der DEKRA an. Für die aufwendige Unfallaufnahme leuchtete die Feuerwehr das Waldstück und die Fahrbahn großflächig aus. Die Ermittler vermaßen die Unfallstelle bis tief in die Nacht akribisch und sicherten Spuren am Wrack sowie auf dem Asphalt. Im weiteren Verlauf wurde ein Bestattungsunternehmen zur Unfallstelle gerufen.
Nach der Spurensicherung reinigte die Feuerwehr die Fahrbahn.
Nach einer kurzen Nachbesprechung der sichtlich betroffenen Einsatzkräfte wurde der Einsatz am späten Abend beendet. Die L18 blieb für die Dauer der Rettungs- und Bergungsarbeiten für mehrere Stunden voll gesperrt. Die polizeilichen Ermittlungen zur Unfallursache dauern an.