Tödlicher Unfall und Eis-Chaos: Ein schwerer Donnerstag für die Rettungskräfte in Ostprignitz-Ruppin
© Quelle: C. Gutt

Ostprignitz-Ruppin – Der Donnerstag verlangte den Rettungskräften in der Region viel ab. Zwei voneinander unabhängige Szenarien sorgten für stundenlange Einsätze: Während am Nachmittag ein tragischer Verkehrsunfall auf der Bundesstraße 5 ein Todesopfer forderte, kämpfte die Feuerwehr in der Nacht im Amt Temnitz gegen extremes Glatteis.

16:00 Uhr: Tödliche Kollision auf der B5
Am Nachmittag gegen 16:00 Uhr kam es bei Wusterhausen (Dosse) zu einem schweren Zusammenstoß. Eine 82-jährige Autofahrerin war mit ihrem Ford auf der Bundesstraße 5 von Bückwitz in Richtung Wusterhausen unterwegs. Aus bislang ungeklärter Ursache geriet sie auf die Gegenfahrbahn und stieß dort frontal mit dem Citroën eines 32-Jährigen zusammen.

Die Wucht des Aufpralls war so enorm, dass beide Fahrer in ihren Fahrzeugen eingeklemmt wurden und von der Feuerwehr befreit werden mussten. Für die 82-Jährige kam jede Hilfe zu spät; sie erlag im Krankenhaus ihren schweren Verletzungen. Der 32-jährige Unfallgegner wurde ebenfalls schwer verletzt in ein Krankenhaus eingeliefert.

Für die Unfallaufnahme und Bergungsarbeiten musste die Bundesstraße für rund dreieinhalb Stunden voll gesperrt werden. Der Sachschaden beläuft sich auf etwa 20.000 Euro.

23:00 Uhr: Eisregen legt Verkehr im Amt Temnitz lahm

In der Nacht sorgte dann die Witterung für Probleme auf den Nebenstraßen. Der gefrierende Regen, der bereits den ganzen Tag über angehalten hatte, verwandelte die Fahrbahnen im Amt Temnitz in spiegelglatte Rutschbahnen.

Kurz nach 23:00 Uhr wurde die Feuerwehr zu einem glättebedingten Unfall zwischen Pfalzheim und Rägelin alarmiert. Eine Autofahrerin kam auf der abschüssigen Straße ins Rutschen, sodass ihr Wagen nach links von der Fahrbahn abkam und in den Graben geriet. Ein nachfolgender Kleintransporter verlor auf der Eisfläche ebenfalls die Haftung und drohte, hinter ihr in den Graben zu rutschen. Glücklicherweise blieben die Beteiligten bei diesem Unfall unverletzt.

Feuerwehr muss sich den Weg freikämpfen

Der Einsatz wurde zur Geduldsprobe für die Retter: Die Straßen waren so stark vereist, dass selbst die schweren Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr Probleme hatten, die Unfallstelle zu erreichen. Vor Ort saßen die Löschfahrzeuge zeitweise fest und kamen weder vor noch zurück. Die Kameraden waren gezwungen, Bindemittel auf die Fahrbahn aufzubringen, um ihren eigenen Fahrzeugen wieder Traktion zu verschaffen.

Auch an anderer Stelle kam der Verkehr zum Erliegen: Zwischen Frankendorf und Rägelin blieb ein LKW in einer Senke stecken, da er den vereisten Anstieg nicht bewältigen konnte. Auch hier leistete die Feuerwehr Amtshilfe und machte die Straße mithilfe von Bindemittel wieder befahrbar.