Neuruppin – Am Sonntagnachmittag wurde die Freiwillige Feuerwehr Neuruppin zu einem Einsatz an der Fontane-Schule in der Hermann-Matern-Straße gerufen. Ein Flächenbrand im Unterholz am Rande des Sportplatzes konnte zügig gelöscht werden. Während die Polizei wegen möglicher Brandstiftung ermittelt, sorgten ungeduldige Autofahrer für Kopfschütteln bei den Einsatzkräften.
Aus „Brand Klein“ wurde ein Flächenbrand im Unterholz
Gegen 15:00 Uhr wurden die Einsatzkräfte zunächst mit dem Alarmstichwort „Brand Klein“ verständigt. Als die Feuerwehrleute am Einsatzort eintrafen, zeigte sich jedoch, dass sich das Feuer bereits auf einer Fläche von rund zehn Quadratmetern im dichten Gebüsch und Unterholz direkt neben einem Fußweg am Sportplatz ausgebreitet hatte.
Die Freiwillige Feuerwehr war mit elf Einsatzkräften und zwei Fahrzeugen, darunter ein schweres Iveco-Löschfahrzeug, angerückt. Die Kameraden in schwerer Schutzausrüstung rollten umgehend ihre Schläuche aus. Mit dem Kommando „Erstes Rohr Wasser marsch!“ wurde direkt mit den Löscharbeiten begonnen. Durch das schnelle Eingreifen konnte ein weiteres Ausbreiten der Flammen auf die umliegenden Bäume verhindert und die brennende Fläche rasch abgelöscht werden.
Um ein erneutes Aufflammen zu unterbinden, untersuchte ein Feuerwehrmann den verkohlten Waldboden und die Sträucher im Anschluss akribisch mit einer Wärmebildkamera. Nachdem keine weiteren Glutnester mehr feststellbar waren, konnte endgültig "Feuer aus" gemeldet werden.
Ermittlungen wegen Brandstiftung: Zündelnder Junge beobachtet?
Wie es zu dem Brand kommen konnte, ist nun Gegenstand polizeilicher Ermittlungen. Die Beamten gehen derzeit dem Verdacht der Brandstiftung nach. Brisant: Augenzeugen berichteten, kurz vor dem Ausbruch des Feuers einen Jungen gesehen zu haben, der in dem betroffenen Bereich offenbar gezündelt habe. Ob sich dieser Verdacht erhärtet, ist noch unklar. Die Polizei hat diese Hinweise bislang noch nicht offiziell bestätigt.
Uneinsichtige Autofahrer ignorieren die Absperrung
Für zusätzlichen Stress während der Löscharbeiten sorgten einige Verkehrsteilnehmer. Noch während der Einsatz in vollem Gange war und die Straße durch die Einsatzfahrzeuge blockiert wurde, fuhren Personen mit ihren Privatwagen – darunter ein weißer Mercedes – direkt an die Gefahrenstelle heran. Sie fragten die Einsatzkräfte allen Ernstes, ob sie nicht einfach an der Einsatzstelle vorbeifahren könnten.
Die Feuerwehr musste die ungeduldigen Fahrer deutlich in ihre Schranken weisen: Es handele sich um eine aktive Einsatzstelle, weshalb die Durchfahrt blockiert sei und die Fahrer warten müssten, bis der Einsatz und der Rückbau der Schläuche vollständig beendet sind.