Am Mittwoch, dem 11. März 2026, kam es auf der Autobahn 10 zwischen der Anschlussstelle Oberkrämer und dem Dreieck Oranienburg in Fahrtrichtung Prenzlau zu zwei Verkehrsunfällen, bei denen mehrere Personen verletzt wurden.
Der erste Unfall ereignete sich gegen 12:10 Uhr. Nach Angaben von Dienstgruppenleiter Robert Last von der Autobahnpolizei verlor der Fahrer eines Werttransportfahrzeugs während der Fahrt plötzlich die Kontrolle über sein Fahrzeug. Ursache war ein unerwarteter Reifenschaden an der linken Vorderachse. „Der Fahrer verlor aufgrund eines plötzlichen Reifenschadens an der Vorderachse linksseitig die Kontrolle über das Fahrzeug“, erklärte Last.
In der Folge kam der Transporter nach links von der Fahrbahn ab und prallte gegen die Mittelschutzplanke. Dem Fahrer gelang es jedoch noch, das Fahrzeug anschließend auf den Seitenstreifen zu lenken und dort zum Stillstand zu bringen. Anschließend wurde die Polizei alarmiert.
Als die Einsatzkräfte der Autobahnpolizei am Unfallort eintrafen, fanden sie den beschädigten Werttransporter vor. Drei Mitarbeiter, die sich im Fahrzeug befanden, wurden bei dem Unfall leicht verletzt. Da der Transporter mit Wertgegenständen beladen war, mussten umfangreiche Sicherungsmaßnahmen eingeleitet werden. „Der Werttransporter ist beladen, deshalb sind umfangreiche Sicherungsmaßnahmen erforderlich, um den Inhalt gegen Fremdzugriff zu sichern“, so Last.
Neben der Polizei war auch die Feuerwehr Oberkrämer im Einsatz. Die Einsatzkräfte sicherten die Unfallstelle ab und stellten den Brandschutz sicher. Solche Einsätze seien für die Autobahnpolizei eher selten, erklärte der Dienstgruppenleiter weiter. Dennoch komme es gelegentlich vor, dass auch Werttransporte in Verkehrsunfälle verwickelt werden. Angaben zur Höhe des Sachschadens lagen zunächst nicht vor.
Infolge dieses Unfalls bildete sich auf der Autobahn ein Rückstau. Rund eineinhalb Stunden später kam es dadurch gegen 13:50 Uhr zu einem weiteren schweren Verkehrsunfall am Stauende.
Nach Angaben der Autobahnpolizei bemerkte der 42-jährige Fahrer eines Mercedes-Benz das Stauende offenbar zu spät und fuhr mit hoher Geschwindigkeit auf einen Sattelkraftzug mit Auflieger auf. Das Lastkraftfahrzeug stand zu diesem Zeitpunkt bereits oder rollte nur noch leicht, als es zur Kollision kam.
„Dass Fahrzeuge auf ein Stauende auffahren, passiert leider häufiger“, erklärte Dienstgruppenleiter Robert Last. Woran genau das liege, lasse sich nicht immer eindeutig sagen. „Unaufmerksamkeit oder Ablenkung können eine Rolle spielen. Mit solchen Unfallbildern müssen wir uns jedoch regelmäßig beschäftigen.“
Das Unfallbild wirkte zunächst dramatisch. Der Fahrer des Mercedes wurde bei dem Zusammenstoß schwer verletzt und zur Behandlung in ein Krankenhaus nach Berlin-Buch gebracht. Nach Angaben der Polizei besteht jedoch keine Lebensgefahr. Dass der Fahrer trotz der Wucht des Aufpralls überlebte, liegt auch an der Bauweise moderner Fahrzeuge. „Es handelt sich um ein sehr großes und schweres Fahrzeug, das entsprechend sicher ist“, so Last.
Auch bei diesem Einsatz waren neben Polizei und Rettungsdienst die Kräfte der Feuerwehr Oberkrämer vor Ort. Sie sicherten die Unfallstelle ab und stellten den Brandschutz sicher.
Während der Unfallaufnahme kam es zeitweise zu weiteren Verkehrsbehinderungen auf der Autobahn. Die Polizei mahnt in diesem Zusammenhang zu besonderer Vorsicht im Straßenverkehr. Eine vorausschauende Fahrweise sei entscheidend, um solche Unfälle zu vermeiden. „Wenn andere Verkehrsteilnehmer bereits die Warnblinkanlage einschalten, sollte man mit äußerster Vorsicht an ein mögliches Stauende heranfahren“, betonte der Dienstgruppenleiter.
Die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang dauern an.