• 2. Juli 2022 08:17
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Treuenbrietzen (Brandenburg): Am Freitagnachmittag brach in Frohnsdorf in einem Waldgebiet ein großer Waldbrand aus. Bereits auf der Anfahrt zum Brandort konnte man den Brand feststellen. Aus dem 80 km entfernten Nauen (Landkreis Havelland) war, eine riesige Rauchsäule zu sehen. Der Katastrophenschutz warnte die Bevölkerung im Gebiet um Treuenbrietzen, Linthe und Niemegk, Fenster und Türen geschlossen zu halten.

Als die ersten Einsatzkräfte vor Ort eintrafen, wurde rasch klar, dass hier erneut wie 2018 der gleiche Wald brenne und in diesem Gebiet, wo für die Feuerwehr schon 2018 war, Munitionsbelastet ist. Die Feuerwehr reagierte gleich und es wurden Einheiten der Feuerwehren aus den Landkreisen Potsdam-Mittelmark und Teltow-Fläming nachgefordert.

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Die Rauchsäule über Frohnsdorf.
©Christian Guttmann

Das beteten in diesem Waldgebiet ist lebensgefährlich. Zahlreiche Schilder an den Waldwegen weisen darauf hin, dass dieses Gebiet belastet ist mit Altlasten und Munition. Während der ersten Löscharbeiten waren aus mehreren Kilometern Detonationen zu hören gewesen. „Es ist bereits zu Detonationen gekommen“, berichtete Engel. Die Einsatzkräfte befinden sich dort in Lebensgefahr und können nur von den Waldwegen aus Löschen mittels Monitoren. Da in diesem Waldgebiet keine Löschwasserbrunnen vorhanden sind, wird das Wasser durch einen großen Pendelverkehr zur “Front” geführt und Wasserentnahmestellen in dem Waldgebiet aufgebaut. Dort können die Einsatzfahrzeuge das Wasser auffüllen. Zahlreiche Landwirte unterstützen mit ihren Gülletanks die Feuerwehr, damit sie nicht weite Wege aus dem Wald in Kauf nehmen müssen. Auch ein Polizeihubschrauber wurde an der Einsatzstelle angefordert, um das Ausmaß des Brandes zu sehen und dass die Feuerwehr gezielt das Feuer mit einer Riegelstellung eindämmen kann und ein Lagebild hat. Die Bundeswehrfeuerwehr und das THW unterstützen die Feuerwehr bei der Löschwasserversorgung und bei der Bekämpfung des Brandes.

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Ein Feuerwehrmann beim Löschen.
©Christian Guttmann

Landrat Marko Köhler hofft, dass das Feuer auf ca. 60 Ha gehalten werden kann und nicht in einer Katastrophe endet wie 2018, wo Ortschaften evakuiert werden müssen. Herr Marko sagte, dass derzeit keine Ortschaften in Gefahr seien. Auch die Polizei unterstützt mit zwei Wasserwerfern bei den Löscharbeiten. Die Sorge und Gefahr besteht darin, dass im Laufe des Samstags Wind vorhergesagt wird und dass es tierisch heiß wird. Wir haben Angst, dass der Wind, das Feuer so richtig in Gang setzt und wir die Riegelstellung nicht mehr halten können, so ein Feuerwehrmann 7aktuell gegenüber. Ein Feuerwehrmann sagte sollte das passieren endet das ganze erneut in einer Katastrophe. Die Feuerwehr kämpft mit mehr als 400 Einsatzkräften gegen die Ausbreitung der Flammen bis tief in die Nacht hinein, so der Landrat Marko Köhler. Es kommen Erinnerungen hoch und wir wollen auf keinen Fall das sich 2018 wiederholt, die Versorgung der Einsatzkräfte ist gut organisiert, es wird ein langer Einsatz bis voraussichtlich das ganze Wochenende über. Die Drohnenaufnahmen aus 15 km Entfernung zeigen das Ausmaß der Katastrophe, die Feuerwehr hält den Brand auf einer Fläche von ca. 100 Hektar in Schacht.


Text: Alexander Bergenroth / Christian Guttmann