• 28. September 2021 13:52

Zwei Tage Krisengebiet, viele Gedanken bleiben!

169©C.Guttmann 1 scaled

Bilder, Momente, Emotionen, Brandenburg News 24 in Ahrweiler.

Seitdem wir am 15.07.2021 in Ahrweiler bei Nacht waren, ließ uns der Gedanke über die Katastrophe nicht mehr los. Wir beschlossen am 21.07.2021 erneut für eine Nachrichtenagentur nach Ahrweiler zu fahren, nach gut 7 Stunden Fahrt waren wir mittendrin im Chaos.


Wir versuchten uns einen Überblick zu machen, doch das war leichter gesagt als getan, so beschlossen wir einfach mal loszulaufen.

Bereits in der ersten Straße, trafen wir auf extremen Geruch und Verwüstung, doch das sollte nicht alles sein.
Als wir den Straßenzug entlang liefen, nahmen wir Verzweiflung, Wut und Leid auf die Hilfsbereitschaft in den einzelnen Straßen ist unbeschreiblich.

Wir waren in der Uhlandstraße dort trafen wir auf Zeliha Atac, Sie erzählte uns wie Sie die Nacht vom 14. zum 15. erlebte, es ist grausam was den Menschen vor Ort Wiederfahren ist.

4©C.Guttmann 8
Zeliha im Gespräch mit Nachbarn. ©Christian Guttmann


Wir erfuhren das Zeliha Atac alles in Ihrer Straße zusammen mit einigen Nachbarn allein organisieren musste, da keine wirkliche Hilfe in den ersten Tagen bei Ihnen ankam.
So Organisierte Sie Wasser, Essen und was man sonst noch so benötigt, die Nachbarschaft ist Ihr sehr Dankbar, Sie ist ein Engel ohne Ihr wären wir nicht da, wo wir sind so Restaurantbesitzer Roberto Lauricella.

Roberto Lauricella, ist Zeliha unendlich dankbar und zeigte uns das Leid in seiner Straße Schock pur, denn es war Tag 7 und in dem Herderweg sieht es aus als wäre die Ahr erst gerade dort gewesen. Chaos ohne Ende Helfer sind dabei die Verwüstung so gut es geht zu beseitigen, doch es ist ein Kampf gegen Goliath.

Roberto ist traumatisiert, rettete er in der Nacht als die Flut kam 5 Menschen das Leben und zog sie aus den Wassermassen, jedoch begleiten ihn jede Nacht Alpträume „Man verliert den Verstand“ so Roberto. Zeliha Atac und auch Roberto Lauricella zeigten uns das es egal ist welcher Nationalität man hat. Zeliha hatte das richtige gesagt „Egal von wo man kommt die Tränen und das Leid sind alle gleich“.

79©C.Guttmann 1
Schuttberge wohin man sieht. ©Christian Guttmann

Die Bewohner berichteten, dass Sie teils auf den Balkonen schlafen, weil sie Angst vor Plünderer haben, das ist abartig dort auch noch aufpassen zu müssen das nicht noch mehr Schaden entsteht.
Für uns sind die Bewohner von Ahrweiler die heimlichen Helden, egal in welche Straße man geht man erhält eine Hilfsbereitschaft, obwohl diese Menschen alles verloren haben.

Am Abend des 21.07. Standen wir am Ufer der Ahr und blickten auf die Zerstörung, es wurde sehr ruhig und wir verstummten, da wir einfach mal in uns gegangen sind und viel nachdachten.


Das sind Erfahrungen, die wir auch als Reporter nicht einfach wegstecken. Viele sagen, das ist Sensationsgeilheit, NEIN ist es nicht wir wollen so gut es geht den Menschen das Zeigen, was die Mainstream-Reporter nicht zeigen und das ist das Wahre Gesicht der Flutkatastrophe.

Roberto und Zeliha sind das beste Beispiel. Und das betrifft mit 100 % Sicherheit alle betroffenen Orte. 

Vielen Dank für das Lesen, wenn Sie Helfen wollen, dann Spenden Sie bitte jeder Euro zählt!

Spendenkonto:

Inhaber: Brandenburg News 24
IBAN: DE83 1001 7997 5315 3822 95

Verwendungszweck: Deutschland hilft Ahrweiler

© Text: Christian Guttmann © Bilder Brandenburg News 24