Ein Wochenende im Zeichen von Sport, Gemeinschaft und Tradition - Das 34. Mai- und Hafenfest begeisterte Tausende am Neuruppiner Bollwerk
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C. Gutt

Ein Wochenende im Zeichen von Sport, Gemeinschaft und Tradition - Das 34. Mai- und Hafenfest begeisterte Tausende am Neuruppiner Bollwerk

Neuruppin- Hinter der Fontanestadt liegt ein Wochenende, das in puncto Stimmung, Besucherandrang und sportlichem Ehrgeiz neue Maßstäbe setzte. Vom 1. bis zum 3. Mai verwandelte sich das historische Neuruppiner Bollwerk bereits zum wiederholten Male in eine pulsierende Festmeile. Wo sonst die Ruhe des Ruppiner Sees dominiert, herrschte drei Tage lang ein buntes Treiben, das einmal mehr bewies, warum das Mai- und Hafenfest nach dem Martinimarkt als das zweitgrößte Event-Highlight der Region gilt. Tausende Besucher und „Drachenbootverrückte“ strömten bei strahlendem Sonnenschein an das Ufer, um gemeinsam den Auftakt in den Wonnemonat zu feiern.

Ein Auftakt nach Maß: Rhythmus, Tanz und Lichtspektakel

Der Startschuss fiel am Freitagnachmittag, als sich die Tore an der Präsidentenstraße und der Fischbänkenstraße für die ersten Gäste öffneten. Während DJ Heinz Hugo an der Bühne der Klosterkirche die passende musikalische Untermalung für den frühen Abend lieferte, zog die Beatments Dance Company mit ihrer choreografischen Präzision und Energie die Blicke auf sich. Die offizielle Eröffnung durch Bürgermeister Nico Ruhle markierte den feierlichen Beginn der Feierlichkeiten. Ruhle betonte in seiner Ansprache die Bedeutung des Festes für den Zusammenhalt der Stadt und dankte den zahlreichen ehrenamtlichen Helfern.

Mit einsetzender Dämmerung verwandelte sich das Bollwerk in eine Open-Air-Arena: Die Formation „D’Joy“ und später der weithin bekannte Thomas Lizzara sorgten für ekstatische Stimmung vor der Klosterkirche, während auf der Seebühne „Die Landstricher“ und DJ Richard Cerbe den maritimen Flair mit tanzbaren Rhythmen untermalten. Der emotionale Höhepunkt des Freitags war zweifellos das Höhenfeuerwerk gegen 22:00 Uhr. Die farbenprächtigen Explosionen spiegelten sich im ruhigen Wasser des Ruppiner Sees wider und boten eine Kulisse, die viele Besucher zum Innehalten und Staunen einlud.

Samstag - Das Herz des Festes schlägt im Takt der Trommeln

Der Samstagmorgen gehörte traditionell dem sportlichen Herzstück des Wochenendes: den Drachenbootrennen. Schon früh herrschte am Ufer eine spürbare Anspannung, als die Teams nach einer gemeinsamen Erwärmung mit „Clever Fit“ zu den Vorläufen antraten. Unter dem rhythmischen Schlag der Trommeln und den lautstarken Anfeuerungsrufen der Zuschauer lieferten sich die Sportler packende Duelle auf dem Wasser. Besonders die Finalläufe am Nachmittag boten Hochspannung pur, als die Boote fast Bug an Bug über die Ziellinie glitten.

Die Siegerehrung der Grundschulen am Mittag und die große Ehrung der Drachenboot-Sieger am frühen Abend auf der Bühne der Klosterkirche waren Momente voller Stolz und sportlicher Fairness. Doch nach dem Sport kam das Vergnügen: Die „Antenne Party-Tour“ verwandelte das Gelände am Abend in eine riesige Tanzfläche. Mit Klassikern der 70er und 80er Jahre wurde bis tief in die Nacht gefeiert, während DJ Maurice Biemann und DJ BE2BE auf der Seebühne für moderne elektronische Akzente sorgten.

Sonntag - Familienglück und gelbe Gummienten für den guten Zweck

Der gestrige Sonntag schloss das Festwochenende als klassischer Familientag ab. Da der Eintritt am Sonntag traditionell frei blieb, nutzten unzählige Familien die Gelegenheit für einen ausgiebigen Ausflug. Ein besonderes Highlight war das 5. Neuruppiner Entenrennen, das in Kooperation mit dem Rotary-Club durchgeführt wurde. Bürgermeister Nico Ruhle persönlich begleitete den Start der hunderten gelben Gummienten, die auf dem See um die Wette schwammen.

Der Erfolg dieses Rennens geht jedoch weit über den spielerischen Ehrgeiz hinaus: Der Erlös aus dem Losverkauf kommt direkt den Jugendabteilungen der Freiwilligen Feuerwehr Neuruppin, des THW, der Wasserwacht des DRK sowie örtlichen Sportvereinen zugute. Während die Kleinen sich unter dem Motto „Kinder an die Macht“ auf der Hüpfburg und beim Spielmobil des Kreissportbundes austobten, sorgten kulturelle Beiträge wie das Hahnemann-Double „Die Kleene aus Berlin“, der Euphoria Dance Space und Clown Malino für beste Unterhaltung.

Dank an Partner und Ausblick

Dass ein Fest dieser Größenordnung bei moderaten Eintrittspreisen realisiert werden kann, ist dem Engagement zahlreicher Sponsoren zu verdanken. Ein besonderer Dank der Veranstalter galt der Neuruppiner Wohnungsbaugesellschaft mbH (NWG), der Stadtwerke Neuruppin GmbH, Fressnapf, Koch Automobile und TP Ihr Baudienstleister Tino Pujaneck. Ohne diese Unterstützung wäre die Vielfalt des Programms kaum denkbar gewesen.

Als am Sonntagabend gegen 18:00 Uhr die Tore schlossen und die letzten Klänge von „Herr O. singt“ verhallten, blieb das Bild einer Stadt zurück, die es versteht, Tradition und Moderne, Sport und Vergnügen harmonisch zu verknüpfen. Das Neuruppiner Mai- und Hafenfest 2026 wird den Besuchern sicherlich noch lange als ein Wochenende voller Lebensfreude in bester Erinnerung bleiben.