Ein brennender Radlader auf einem Feld zwischen Neuruppin und Kränzlin sorgte am frühen Dienstagnachmittag für einen Großeinsatz von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei.
Neuruppin. Es war 13:25 Uhr am Dienstag als die Feuerwehr zu einem Brand auf ein landwirtschaftliches Feld nahe dem Ortsteil Bechlin gerufen wurden. Schon aus der Ferne wies eine gewaltige, tiefschwarze Rauchwolke den Einsatzkräften den Weg.
Auf einem schmalen Betonplattenweg am Rande des Feldes sammelte sich kurz darauf ein Aufgebot an Einsatzfahrzeugen. Die Freiwillige Feuerwehr Neuruppin rückte mit 19 Einsatzkräften und vier Fahrzeugen an. Begleitet wurden der Einsatz von einem Rettungswagen und Streifenwagen der Polizei. Bilder vom Einsatzort zeigen, wie sich Feuerwehrleute bereits mit schwerem Atemschutz für den Löschangriff ausrüsteten – doch dazu sollte es nicht kommen.
Der weiche Boden wurde zur Falle
Der brennende Radlader befand sich bei landwirtschaftlichen Arbeiten weit abseits des befestigten Weges mitten auf dem Feld. Als das Feuer plötzlich ausbrach, versuchten Helfer offenbar noch einzugreifen. Ein anderes, eigentlich geländetaugliches Fahrzeug (auf den Bildern im Hintergrund zu erkennen) hatte sich beim Versuch, sich dem Brandort zu nähern, auf dem schlammigen Untergrund bereits festgefahren.
Die tiefen Fahrspuren im nassen Gras machten der Einsatzleitung schnell klar, Eine Anfahrt für die tonnenschweren Löschfahrzeuge über den aufgeweichten Acker war völlig unmöglich. Die Gefahr, dass sich die Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr ebenfalls tief in den Schlamm eingraben, war zu groß.
Kontrolliertes Abbrennen unter Aufsicht
Da die Einsatzkräfte die Flammen nicht erreichen konnten, blieb ihnen keine andere Wahl, als die Maschine auf dem Feld kontrolliert abbrennen zu lassen. Nachdem klar war, dass der Radlader nicht mehr zu retten war, rückte der Großteil der 19 Feuerwehrleute wieder ab. Lediglich ein Löschfahrzeug verblieb zur Brandwache und Absicherung auf dem Betonweg.
Die wichtigste Nachricht des Einsatzes
Verletzt wurde bei dem dramatischen Vorfall niemand. Die Besatzung des bereitstehenden Rettungswagens musste nicht eingreifen. Der Radlader hingegen wurde durch das Feuer vollständig zerstört.
Die Polizei hat den Vorfall aufgenommen.
Nach ersten Erkenntnissen der Beamten dürfte ein technischer Defekt an der Arbeitsmaschine der Auslöser für den verheerenden Brand gewesen sein. Die Ermittlungen dauern an.