Schwerer Fahrradunfall in Bötzow – Rettungshubschrauber im Einsatz
Bötzow. Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der Veltener Straße in Bötzow ist am Sonntagmorgen ein 73-jähriger Radfahrer schwer verletzt worden. Neben Polizei und Rettungsdienst waren auch die Ortsfeuerwehren Bötzow und Marwitz im Einsatz. Zur Versorgung des Verletzten landete ein Rettungshubschrauber an der Unfallstelle.
Nach Angaben der Polizei ereignete sich der Unfall gegen 8.30 Uhr. Eine Pkw-Fahrerin war vom Kreisverkehr Bötzow/Marwitz kommend auf der Veltener Straße in Richtung Havelkanal unterwegs, als der Radfahrer die Fahrbahn von links nach rechts überquerte. Nach bisherigen Erkenntnissen habe der Mann dabei nicht auf den fließenden Verkehr geachtet.
„Der Pkw konnte nicht mehr reagieren. Es kam sofort zur Kollision mit dem Radfahrer“, erklärte Dienstgruppenleiter Matthias Peter von der Polizeiinspektion Oranienburg. Durch die Wucht des Aufpralls wurde der 73-Jährige zunächst auf die Motorhaube geschleudert und anschließend auf die Gegenfahrbahn geworfen. Ein entgegenkommender Transporter musste ausweichen, um eine weitere Kollision zu verhindern, und beschädigte dabei sein Fahrzeug am Bordstein.
Der Radfahrer erlitt schwere Verletzungen und wurde nach der Erstversorgung mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen. Nach aktuellem Kenntnisstand bestehe jedoch keine Lebensgefahr. Auch die Pkw-Fahrerin und ihr Ehemann wurden aufgrund des Schocks medizinisch betreut.
Die Feuerwehren aus Bötzow und Marwitz sicherten die Unfallstelle, unterstützten den Rettungsdienst und richteten den Landeplatz für den Rettungshubschrauber ein. „Wir haben zwei Pkw und einen Radfahrer vorgefunden. Die Lage war sehr unübersichtlich“, berichtete Einsatzleiter Torsten Raffelt von der Feuerwehr Oberkrämer. Über die gesamte Unfallstelle habe sich ein großes Trümmerfeld erstreckt. „Es war ein Trümmerbild an Fahrzeug- und Fahrradteilen. Das zog sich über rund 30 Meter entlang beider Fahrstreifen der Veltener Straße.“
Zusätzlich unterstützte die Ortsfeuerwehr Marwitz die Polizei mit ihrer Drohneneinheit. Die Einsatzkräfte fertigten Luftbilder der Unfallstelle an und unterstützten die Beamten bei der Vermessung des Unfallortes. Die Aufnahmen aus der Luft sollen die spätere Rekonstruktion des Unfallhergangs erleichtern.
Während die Polizei die Unfallaufnahme durchführte, sicherten die Einsatzkräfte die Einsatzstelle gegen weitere Gefahren. Im Anschluss wurden die Fahrbahn von Trümmerteilen befreit und die beteiligten Fahrzeuge geborgen.
Die Polizei hat die Unfallstelle vermessen und mehrere Zeugen befragt. Nach Angaben der Beamten deuteten die bisherigen Aussagen auf ein Fehlverhalten des Radfahrers hin. Dennoch wurde, wie in solchen Fällen üblich, ein Ermittlungsverfahren gegen die Pkw-Fahrerin eingeleitet, um abschließend zu prüfen, ob der Unfall möglicherweise vermeidbar gewesen wäre.
Für die Einsatzkräfte der Feuerwehr war der Unfall eine belastende Situation. Nach dem Einsatz werde man die Ereignisse gemeinsam aufarbeiten. Bei Bedarf könne auch eine psychosoziale Betreuung in Anspruch genommen werden, so Raffelt.
